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Netzwerkkarte


(Artikel vom: 9.10.2005 / Letzte Änderung: 14.03.2011)

Die Netzwerkkarte oder auch Englisch NIC (Network Interface Card) ist eine Steckkarte (manchmal auch OnBoard) und dient dem PC zum Datenaustausch in Netzwerken. In seltenen Fällen wird sie auch als LAN-Adapter bezeichnet. Sie ist in der heutigen Zeit einer der wichtigsten Steckkarten überhaupt. Vor allem in Firmen sollte jeder Computer mit einer Netzwerkkarte ausgestattet sein, um den Zugriff auf Netzwerke zu ermöglichen. Netzwerkkarten stellen eine physikalische Verbindung zum Netzwerk über ein geeignetes Zugriffsverfahren her. Sie kommunizieren seriell mit dem jeweiligen Netz und über den internen Bus mit dem Computer.

Folgendes sollte beim Auswählen einer Netzwerkkarte beachtet werden:
- Protokolle – Ethernet, Token Ring oder FDDI
- Mediumtyp – Koaxialkabel, Glasfaserkabel, drahtloses Medium
- Systembus – PCI oder ISA
- Übertragungsgeschwindigkeit


Netzwerkkarten die das Ethernet-Verfahren verwenden gibt es mit verschiedene Übertragungsraten:
- 10 MBit-Karten
- 100 MBit-Karten
- 1000 MBit-Karten (1Gigabit-Karten)

Momentan sind 100 Mbit-Karten Standard (Stand 2005), wobei die 1000 MBit-Karten stark im Kommen sind. Während die 10 Mbit-Karten noch mit Koaxialkabel verbunden wurden, werden nun 100 MBit-Karten per Twisted-Pair-Kabel mit RJ45-Steckern angeschlossen.

Netzwerkkarten sind zur heutigen Zeit nicht mehr teuer. Viele Netzwerkkarten gibt es schon um die 10 € beim Online-Händler des Vertrauens. Trotzdem sollte unterschieden werden. So basieren die meisten billigen Karten auf dem Realtek Chip. Hier lockt vor allem der Preis und die gute Treiberunterstützung. Karten von Herstellern wie z.B. 3com, die ihre eigene Chips herstellen, sollte auf jeden Fall auch Beachtung geschenkt werden.

Hier werden nun ein paar Funktionen einer Netzwerkkarte aufgelistet und erklärt. Gute Netzwerkkarten besitzen mehr Funktionen. Letzendlich muss man immer selber wissen, ob man überhaupt diese Funktionen benötigt.

Autosensing:
Werden in einem Netz Karten mit verschiedenen Geschwindigkeiten, z.B. 10 Mbit und 100 MBit Karten verwendet, ermöglicht Autosensing die richtige Erkennung und die Umschaltung auf die richtige Geschwindigkeit. Damit dieser Mischbetrieb möglich ist, sind geeignete Hubs/Switchs Pflicht.

Auto Negotiation:
Übersetzten könnte man das mit: Automatische Verhandlung. Auto Negotiation arbeitet ähnlich wie Autosensing, erkennt aber zusätzlich noch ob Vollduplex möglich ist. Das was Auto Negotiations ermöglicht, kann auch von Hand eingestellt werden, hierzu sollte aber Hintergrundwissen vorhanden sein. Die Einstellungsmöglichkeit findet man meist unter: Link Speed/Duplexmode/Media Type oder ähnlichem (die Bezeichnung ist Hersteller abhängig).

Wake On LAN:
Wake On LAN wurde von AMD entwickelt und dient dazu, einen PC über die Netzwerkkarte zu starten, wenn der PC ausgeschaltet ist. So kann man vom Geschäft auf den Rechner von Zuhause zugreifen. Bei einer Netzwerkkarte die Wake on LAN unterstützt ist es wichtig, dass auch das Mother/Mainboard diese Funktion besitzt. Ansonsten kann die Funktion leider nicht genutzt werden.

Vollduplex/Halbduplex:
Mit Vollduplex können zwei Stationen gleichzeitig Daten senden und empfangen. Im Gegensatz zum Vollduplex kann beim Halbduplex nur abgewechselt Gesendet und Empfangen werden. Sprich es kann immer nur in eine Richtung kommuniziert werden.

Jumbo Frame:
Bei manchen Netzwerkkarten, wie z.B. einer Gigabitkarte von dem Hersteller D-Link, gibt es die Option Jumbo Frames an bzw. abzuschalten. Wie der Name schon vermittelt, handelt es sich bei einen Jumbo Frame, um einen großen Frame – größer wie er sonst gewöhnlich ist. Dieser Name bekommt ein Frame erst wenn er über 1518 Byte groß ist. Der Einsatz von Jumbo Frames ermöglicht die Verringerung der Interruptlast bei den beteiligten Stationen. Jumbo Frame sollten gewöhnlicherweise abgeschalten (disable) sein. Das hat den einfachen Grund, dass jeder Hersteller dafür seinen eigenen Standard besitzt und es so bei verschiedenen Herstellern der Netzwerkkarten zu Problemen kommen kann. Weitere Probleme treten auf, wenn Switches/Router/Hubs und Netzwerkkarten keine Jumboframes unterstützen, diese verwerfen sie nämlich einfach.

Netzwerktopologiekarten:
Netzwerktopologiekarten erkennen sofort jede Änderung in der jeweiligen Topologie. Sprich wenn jemand einen Computer mit einem Laptop austauschen würde, registriert das die Karte und teilt es dann dem jeweiligen Administrator mit. So kann man Manipulationen im Netz schnell aufspüren und entgegenwirken. Ein Nachteil der Netzwerktopologiekarte wäre der hohe Preis, der es vielen kleineren Firmen eine Anschaffung unmöglich macht. Diese Karten arbeiten mit den MAC-Adressen im Netz, die immer gleich sind. Verändert sich eine oder fällt ganz weg, schlägt die Karte sofort Alarm.


Links zu Netzwerkkarten-Treiber von bekannten Herstellern, wie Realtek, Cisco, 3com, 3M und 1&1




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