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WLAN Heizkörperthermostate

Nach dem im heimischen Netzwerk bisher vor allem Computer, Laptop, Tablet und Smartphone zu finden waren, drängen nach und nach immer mehr Geräte rein, die man auf den ersten Blick dort nicht vermuten würde. So kann man schon seit einiger Zeit die heimische Heizung über das WLAN oder LAN mit dem Computer steuern und überwachen. Möglich machen das intelligente Heizkörperthermostate, die eine neue Form der Heizungssteuerung erlauben. Sie sind Teil der ominösen Smart Homes, das unseren Alltag komplett auf den Kopf stellen soll, in dem wir nach und nach die Kontrolle über Haushaltsgeräte den Geräten selbst übergeben und diese einfach machen lassen. So regeln die programmierbaren Heizkörperthermostate automatisch die Temperatur, sprich wenn man in der Arbeit ist, senken sie die Raumtemperatur und kurz bevor man Heim kommt, wird wieder aufgedreht. Damit lassen sich laut Herstellerangeben bis zu 30% der Heizkosten sparen. Wie sich die elektronischen Heizkörperthermostate schon jetzt im Haushalt bewähren, wie gut sie sich in das Netzwerk einbinden lassen und vor allem wie, das erfahrt ihr nachfolgend.

Funk-Heizkörperthermostate ≠ WLAN-Heizkörperthermostate

Das drahtloses lokale Netzwerk, oder auch Englisch Wireless LAN, ist so weit verbreitet, dass viele sich gar nicht vorstellen können, dass es noch andere Kommunikationsarten per Funk gibt. Wenn ich denn schon meinen Computer per WLAN an das Netzwerk angeschlossen habe, warum soll das dann auch nicht mit meiner Heizung gehen? Tatsächlich wären WLAN Heizkörperthermostate in der Theorie durchaus denkbar, in der Praxis wird man aber meist nur so genannte Funk-Heizkörperthermostate vorfinden. Nun ist WLAN natürlich auch eine Funktechnologie, wenn man sich aber mal die unterschiedlichen, auf dem Markt erhältlichen Modelle anschaut, dann wird man erkennen, dass hier die verschiedensten Funkstandards auftauchen, von WLAN aber meist nicht die rede ist. Stattdessen findet man Technologien wie Bluetooth, DECT oder auch Z-Wave, vom WLAN fehlt aber jegliche Spur. Doch warum ist das so? Warum eignet sich WLAN nicht als Übertragungskanal für die Daten der Heizkörperthermostate.

Nachteile von WLAN-Heizkörperthermostate

Die nachfolgenden Nachteile eines WLAN-Heizkörperthermostats kann man eigentlich auf beliebige Smart Home-Geräte übertragen. WLAN als Netztechnologie wurde für einen ganz anderen Zweck konzipiert als die Anforderungen von Heizkörperthermostate, bzw. Smart Home-Geräte. WLAN soll große Datenpakete schnell über eine längere Distanz übertragen. Beides ist für die Kommunikation von einem Heizkörperthermostat mit einem Computer oder einer anderen Kontrollstation aber nicht nötig. Würde man aber dennoch auf WLAN setzen, müsste man dessen Nachteile in Kauf nehmen. Und das ist insbesondere der erhöhte Energiebedarf. Smart Home-Geräte sind eigentlich darauf ausgelegt, dass sie nahezu autark vom Besitzer arbeiten und am besten von diesem gar nicht mehr direkt wahrgenommen werden. Wenn aber nun alle paar Wochen die Heizung verrücktspielt, weil mal wieder die Batterien im WLAN-Heizkörperthermostat leer sind, dann ist das mehr als ärgerlich und hat mit einem "intelligenten Haus" nicht mehr viel zu tun. Zudem ist der WLAN-Frequenzbereich ohnehin alles andere als unausgelastet.

In der Praxis

Wie schon gesagt, in der Praxis wird man so gut wie keine WLAN-Heizkörperthermostate finden. Und wenn Hersteller damit werben, dann sind das meist eher Mogellösungen. So gibt es beispielsweise LAN-Gateways, die per Funk mit den Thermostaten kommunizieren und man dann auf das LAN-Gateway per WLAN zugreifen kann. Oder es gibt auch ein DECT-Heizkörperthermostat, dass direkt mit der FRITZ!BOX kommuniziert und man dann über die FRITZ!BOX per WLAN zugreifen kann. Die direkte Kommunikation findet aber immer mit anderen Funk-Standards statt.

Heizkörperthermostate im Test

Ich finde das Thema sehr interessant, denn insbesondere mit der Netzwerktechnik entfalten die elektronischen Heizkörperthermostate ihre volle Funktionsvielfalt. Deswegen bin ich gerade selbst am Testen von verschiedenen Funkthermostaten. Momentan teste ich gerade das Devolo 9356, das auch im Funkheizkörperthermostat Test von heizkoerperthermostat-test.com überzeugen konnte. Generell gibt es leider nur sehr wenige Testberichte im Internet. Ein ausführlicher Test von der Stiftung Warentest liegt beispielsweise auch schon wieder über sieben Jahre zurück. So wirklich angekommen ist das Thema also wohl in der Allgemeinheit noch nicht. Sollte ich ein paar Heizkörperthermostate getestet haben, werde ich meine Erfahrungen dann hier dokumentieren. Bis dahin kann ich nur sagen, dass ihr euch am besten selbst mal ein Bild von der neuen Form des Heizen macht.

Fazit

Zwar gibt es keine WLAN-Heizkörperthermostate direkt zu kaufen, in der Theorie wären sie aber durchaus denkbar. Für die meisten Käufer wird es ohnehin keinen großen Unterschied machen, ob nun WLAN oder ein anderer Funk-Standard, wie beispielsweise Bluetooth, eingesetzt wird. Die meisten dieser elektrischen Thermostate haben nämlich auch gleich eine App mit am Board, sodass man die Heizung auch bequem per Smartphone oder Tablet konfigurieren und überwachen kann. Generell ist die Vernetzung in Bezug auf das Smart Home meiner Meinung noch am Anfang und wir dürfen gespannt sein, was noch alles kommt.