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NETGEAR WG311T 108 Mbps Wireless PCI Adapter

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Kaufentscheidung:
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Aber der Reihe nach. Bei uns zu Hause sollte es nun so weit sein, denn DSL war endlich verfügbar. Da es bei uns wegen der baulichen Art des Hauses schwer werden würde Kabel zu verlegen, mussten wir wohl oder übel auf WLAN setzten. Ich hatte dazu schon bei der Arbeit einige Erfahrungen gesammelt und wusste auf welche Sicherheitsaspekte ich achten musste. Zudem war es für uns wichtig, dass wir mittels Funk ein Stockwerk überbrücken können.

Ich fragte einige Kollegen um Rat, welche Geräte welcher Firma denn gut seien. Und die Antwort war immer wieder „Netgear, da kannste nichts falsch machen“. Ich besuchte die Netgear Homepage (www.netgear.de) und suchte unter „Wireless“ nach einem passenden Router. Da sprang mich diese magische Zahl an, 108 MBit/s!!! Ich klickte mit zitternder Hand auf den WGT624 Router und staunte nicht schlecht. Es war liebe auf den ersten Blick. Über den Router gibt’s übrigens auch bald einen Bericht von mir.

Da ich nie die Katze im Sack kaufen würde, informierte ich mich in diversen Foren und bei Ciao.com über diesen Router und kam zu dem Entschluss, also entweder funktioniert das Ding super, oder ich hole mir Schrott ins Haus, denn die Meinungen waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Ich ließ es darauf ankommen und beschloss „der ist es“, denn schließlich kann ich das ganze wieder zurück schicken.

Der Router soll im Erdgeschoss stehen und dort einen Rechner und im Obergeschoss zwei Rechner mit Internet beglücken. Wobei einer der Rechner von Oben ein Laptop ist und der andere ein ganz normaler Desktop PC. Also brauchte ich wiederum Karten für die beiden Geräte. Zurück auf der Netgearseite, fand ich die passenden Karten für meinen Laptop und den Desktop PC.

Für den Desktop PC musste es die WG311T sein, damit die volle 108 MBit/s Power durch die Gegend fliegt. Auch über diese Karte versuchte ich mich im Internet über Erfahrungen zu informieren, fand allerdings nicht sehr viel bis eigentlich gar nichts. Ein weiterer Grund für mich diesen Bericht zu schreiben.

Jetzt stand ich vor dem nächsten Problem, wo soll ich die Karte kaufen. Ich schnappte mir meinen Laptop klapperte diverse Preissuchmaschinen ab und fand schließlich die perfekte Lösung. Ein Router/PCMCIA-WLAN-Karten-Bundle und die WG311T extra dazu, boten das beste Preisleistungsverhältnis. Das Routerbundle kostet bei Amazon 99€ und die PCI-Karte (WG311T) 50€, ziemlich stolzer Preis wie ich feststellen musste. Als letzte Möglichkeit ein Schnäppchen zu schlagen, sah ich den örtlichen Saturnmakrt. Schnell zum Telefon gegriffen … Ring … Ring … „Hallo, was kostet die WG311T bei ihnen?“ aus dem Telefon kam ein Säuftzer, ich war wohl Schuld daran, dass jetzt jemand Arbeit hatte …  … dann endlich die Antwort „ja die haben wir, sie kostet 65€, ist gerade im Angebot!“ Ich konnte mir ein Lachen an dieser Stelle nicht verkneifen und legte auf.

Da man bei Amazon keine Versandkosten ab 20€ bezahlen muss, bestellte ich die Sachen dort. Es war am Donnerstagnachmittag und bereits am Samstagmorgen kam der gute DHL-Mann und brachte meine Ware. Ich riss den Karton auf und blickte auf die orange Verpackung.

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Verpackung und Lieferumfang:
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Die orange Verpackung öffnete sich und meine Augen erblickten einen weiteren braunen Karton. Aber … was war das … da war sie, die Super schnelle WLAN-Karte von Netgear. Behutsam befreite ich sie aus dem Karton. Sie war, wie es sich gehört in einer Antistatischen Tüte eingepackt. Als Beilagen fand ich eine deutsche Installationsanleitung, wenn man das so nennen darf, denn mehr als eine DIN-A 4 Seite war das nicht. Auf der einen Seite wird einem der Einbau und die Installation für Windows XP und auf der anderen Seite für Windows 2000, Me/98SE erklärt.

Darunter lag die Treiber-CD, natürlich mit einem längst veralteten Treiber und einer mehr oder weniger tollen Englischenanleitung. Zu letzt fand ich ein Registrierungskärtchen (ich registrier das bestimmt nicht) und eine Hinweiskarte auf der steht, das eine Windows XP Fehlermeldung erscheinen wird, weil die Treiber nicht signiert sind, man die Installation aber trotzdem fortsetzten soll und die Karte auch funktionieren wird.

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Einbau und Installation:
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Für die Installation lud ich zunächst den aktuellen Treiber (v.3.2.0) von der Netgearhomepage herunter. Des Weiteren gab es noch einen Betatreiber mit der Version 3.3, den ich ebenfalls herunter lud. Kann ja vielleicht nicht schaden.

Ich installierte strickt nach Anleitung, zunächst den Treiber (3.2.0) mit integriertem Utility, klickte die angekündigte XP Fehlermeldung weg und schloss die Installation ab. Danach fuhr ich den Rechner herunter, zog alle Stecker ab und baute die PCI-WLAN-Karte ein. Man muss aufpassen, dass man sich, bevor man die Karte aus der Tüte nimmt an einem geerdeten Metall (Heizung) entlädt, um nicht die Karte bei Berührung zu zerstören. Der Einbau ist einfach und hat nicht mehr als 5 Minuten gedauert. Auch für ungeübte WLAN Einsteiger sollte es kein Problem sein die PCI Karte in den richtigen PCI-Slot zu stecken, da die Karte ja nur in diesen passt. Nachdem der Rechner wieder zugeschraubt war, musste ich nur noch die Antenne vorsichtig anschrauben. Hier muss man aufpassen, da dieser Teil der empfindlichste der Karte ist und Dreck oder Staub den WLAN Betrieb beeinflussen kann.

Ich startete den Rechner und XP fand zielsicher die neue Karte. Ein paar Klicks weiter und die Karte war installiert. Nun öffnete ich das Netgear Utility der Karte und stellte diese auf den „Adhoc-Modus“ um zwei oder mehr WLAN Karten miteinander zu verbinden. Die PCMCIA Karte an meinem Laptop war bereits installiert. Ich stellte die SSID, den Netzwerknamen auf „test“ und übernahm die Einstellungen und schon fanden sich die Karten. Sauber!!! Das war einfach.

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Erfahrungen und Sicherheit:
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Nachdem ich meinen Router (WGT624) eingerichtet hatte und man per Kabel schon ins Internet konnte, machte ich mich an die WLAN-Konfiguration. Um das WLAN sicher zu machen, stellte ich den Router so ein, das er die SSID nicht in die ganze Welt hinausposaunt, sondern sie versteckt. Danach aktivierte ich im Router die WPA-Verschlüsselung, die bei den WLAN-Karten nur im „Infrastruktur“-Modus verfügbar sind. Im „Adhoc“-Modus kann man lediglich auf eine 64/128/154 Bit WEP-Verschlüsselung zurückgreifen, die mehr oder weniger unsicher ist, da sich der Verschlüsselungskey nicht ändert und man ihn so nach einiger Zeit rekonstruieren kann. Bei der WPA Verschlüsselung wird von Zeit zu Zeit ein neuer Key generiert, was es einem Angreifer ungemein schwer macht. Als letztes hab ich im Router die MAC-Adressen (die einzigartige Hardwareadresse einer Netzwerkkarte) meiner WLAN-Karten eingetragen und nur ihnen Zugriff auf den Router und das Internet/Netzwerk gegeben.

Um eine Verbindung mit dem Router zu bekommen, muss die Karte zwingend auf „Infrastruktur“ eingestellt sein! Ich ging wieder nach oben, machte den Rechner an und tätigte die letzten Einstellungen. Damit fertig, traute ich meinen Augen nicht. Das Symbol für die Verbindungsanzeige (ein kleiner PC der ja nach Empfang grün, gelb, oder rot leuchtet) sprang von grün (Verbindung „gut“) auf rot (keine Verbindung) und wieder zurück, obwohl alles richtig eingestellt war. Ich konnte das nicht glauben und machte den schwachen Rechner (Pentium3 mit 500 Mhz) und die WPA Verschlüsselung dafür verantwortlich. Nach einigen Tests und zahlreichen Neustarts, verzweifelte ich vollkommen. Für mich war der Tag gelaufen und ich ging schlafen.

In der Nacht wachte ich auf und hatte DIE Idee! „Neuer Treiber“, ich sprang leise auf und suchte nach dem Betatreiber, den ich am Tag zuvor heruntergeladen hatte. Ich deinstallierte auf dem Rechner den alten Treiber und spielte gleich den neuen Betatreiber (3.3) darauf. Zwar verlangte das System, das ich die Karte ausbauen sollte nachdem ich den Treiber installiert hatte, aber das war mir egal, ich bügelte einfach den neuen Treiber drüber. Nach einem letzten Neustart des Rechners und den letzten Einstellungen im Netgear Utility, funktionierte die Verbindung endlich!!!

Ich wollte eigentlich aus Stabilitätsgründen keinen Betatreiber installieren, kann euch aber nur empfehlen den Beta 3.3 zu installieren. Die Treiber gibt’s unter:

http://www.netgear.de/de/Support/download.html?func=search&productid=941

Das bereits oft angesprochene Netgear Utility ist sehr gut und verständlich aufgebaut. Auf dem ersten Reiter „Einstellungen“ kann man sich ein Profil anlegen, worin man seine Einstellungen je nach Bedarf einstellen und dann die SSID, den Modus und Verschlüsselung aktivieren kann. Bei dem zweiten Reiter „Netzwerke“ kann man die verfügbaren Netzwerke (SSIDs) sehen und per Button nach neuen suchen.

Der nächste Reiter „Statistik“ gefällt mir persönlich sehr gut, da man nicht wie bei Windows Standard reine Zahlen zu Gesicht bekommt, sondern sich die Übertragung und die Empfangsleistung grafisch darstellen lassen kann. Der letzte Reiter „Info“ zeigt, wie der Name vermuten lässt, eine kurze Übersicht über die aktuelle Treiberversion, die MAC-Adresse (Hardwareadresse der Netzwerkkarte), die IP-Adresse und noch einiges mehr.

Bei dem Wert 108 MBit/s handelt es sich lediglich um einen theoretischen Wert, der in der Praxis aber immer noch deutlich höher liegt als bei Standard 802.11g WLAN-Karten. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Leistung bei der Durchdringung von Wänden. So kann ich im ganzen Haus super im Internet surfen ohne Leistungseinbußen hinzunehmen. Der Atheros Super G Chip ist eine Eigenentwicklung von Netgear und im 108 MBit/s Modus nur mit Netgearprodukten kompatibel.

Was mich überrascht hat, war die gute Empfangsleistung der WG311T gegenüber der WG511T von meinen Laptop. Wo ich bei meinem Laptop einen Verbindungsstatus von „niedrig“ angezeigt bekomme, bekommt der Desktop Rechner locker ein „gut“ bis „ausgezeichnet“. Das hat mich ganzschön neidisch gemacht, aber dafür kann man den Rechner schlecht mit auf das Klo nehmen ;)



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Produkteigenschaften:
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Herstellerseite: http://www.netgear.de/Produkte/Wireless/802_11g/WG311T/http://www.easy-network.del

Datenblatt: http://www.netgear.de/Produkte/Wireless/802_11g/WG311T/datenblatt.html

Die Daten habe ich von der Netgearhomepage, unter dem obigen Link könnt ihr euch die Daten noch mal vor Ort anschauen. Der Vollständigkeit halber hier noch mal für euch:

Technische Daten

Bauart/Typ: PCI

Standard: 802.11g kompatibel zu 802.11b

Datenübertragungsrate: bis zu 108 MBit/s, Dynamic Rate Shifting

Frequenz: 2.412 ~ 2.472 GHz (Europa ETSI)

Verschlüsselung: 64-Bit WEP, 128-Bit WEP, 154-Bit geht auch, da müsst ihr euch den Schlüssel selber aus denken, er besteht aus den Zahlen von 0-9 und den Buchstaben A-F. (Für Erfahrene: Es Handelt sich um Hexadezimalzahlen)

WPA Verschlüsselung: WPA-PSK

Schnittstellen:32-Bit PCI Bus

Antenne: ja

Elektromagnetische Verträglichkeit: FCC Teil15 Klasse B
Modulationstyp: OFDM mit BPSK, QPSK, 16QAM, 64QAM, DBPSK, DQPSK, CCK

Maße (H/B/T) ca.:2,2 / 13,3 / 12,1 cm

Gewicht:0,125 kg

Betriebstemperatur: 0 bis 55°C

Betriebsluftfeuchtigkeit: 10 bis 90%, nicht kondensierend

Min. Systemanforderungen:
Windows®98SE, ME, 2000 oder XP
Pentium PC mit 32-Bit mit freiem PVI 2.2 Slot
CD-ROM Laufwerk

Packungsinhalt:
WG311T 108 MBit/s Wireless PCI-Adapter
Resource (kleiner Zettel um welche Version es sich bei der Karte handelt)
Installationsanleitung
Garantiekarte
Supportinformationskarte

Garantie:2 Jahre

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Kurz gesagt:
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Ich kann jedem, der demnächst auf WLAN umsteigen will diese Karte empfehlen. Leute die mit ihrem Standard 54 MBit/s WLAN zufrieden sind, sollten nicht wechseln es sei denn sie wollen die Leistung verstärken und vielleicht auch noch auf dem Dachboden surfen. WLAN ist eine feine Sache, wenn man weiß wie man es sicher einrichtet. Außerdem sollte man wenn möglich seine Geräte alle von einem Hersteller kaufen, um Kompatibilitätsprobleme auszuschließen!



Der Testbericht wurde uns freundlicherweise von Ikarus18 zu Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!!! Das Copyright liegt einzig und allein bei ihm.