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Eigenen DHCP-Server erstellen und konfigurieren

Heute geht es darum einen eigenen DHCP-Server aufzusetzen und ihn zu konfigurieren. Benötigt wird eine Linux-Distribution, am besten Ubuntu, auf dem das Tutorial aufbaut. Na dann mal los zum eigenen DHCP-Server

Als erstes verschaffen Sie sich mal Root-Rechte:

test@linux:/#sudo su
Passwort:




Danach können wir den DHCP-Server installieren. Dies geht mit folgenden Befehl:

root@linux:/#apt-get install dhcp3-server


Eventuell wird die Installations-DVD von Ubuntu gebraucht.

Nach der Installation sollte eine Frage kommen: "On what network interfaces should the DHCP server listen?", erscheint diese geben Sie die verwendete Karte ein z.B. eth0 (kann auch eth1 oder eth2 sein, je nach dem wie viel Netzwerkkarten im PC sind und welche genutzt wird.) Erscheint diese Meldung nicht, muss das Interface auf jeden Fall manuell eingetragen werden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: Öffnen Sie als root folgende Datei: /etc/default/dhcp3-server

root@linux:/#vi /etc/default/dhcp3-server


Dort tragen Sie nun zwischen den " " Ihr verwendetes Interface ein:

INTERFACES="eth0"



Nun geht es daran, den DHCP-Server zu konfigurieren. Wechseln Sie dazu in das Verzeichnis /etc/dhcp3/ . Dort öffnen Sie dann die Datei dhcp.conf mit vi:

root@linux:/#vi dhcp.conf


Ohne das Wechseln in das Verzeichnis, können Sie die dhcp.conf-Datei folgendermaßen öffnen:

root@linux:/#vi /etc/dhcp3/dhcp.conf


Hier findet man schon einige Erklärungen und Einstellungen, Sie sind durch das "#" ausgeklammert und werden nicht berücksichtig. Wer ein bisschen Ordnung möchte, kann alles mit dem mehrmaligen drücken von "d" löschen. Nun geht es daran, die Konfiguration einzutragen. Drücken Sie "i" und tragen folgendes ein:

subnet 192.168.2.0 netmask 255.255.255.0 {
range 192.168.2.10 192.168.2.100;
default-lease-time 600;
max-lease-time 7200;
option domain-name "TEST";
option domain-name-servers 192.168.2.1;
option broadcast-address 192.168.2.255;
option subnet-mask 255.255.255.0;
#Gateway
option routers 192.168.2.1;
}




Achten Sie das alles genau so dort steht, schon kleine Vertipper, oder beispielsweise das Vergessen eines Semikolons (;) kann zu Problemen beim starten des DHCP-Servers führen. Nun da alles konfiguriert ist, kann man den eigenen DHCP-Server mit folgendem Befehl starten:

root@linux:/# /etc/init.d/dhcp3-server start


Stoppen geht mit:

root@linux:/# /etc/init.d/dhcp3-server stop



Während das Neustarten, das nach jeder Änderung in der dhcp.conf von Nöten ist, mit

root@linux:/# /etc/init.d/dhcp3-server restart


funktioniert. Das wars auch schon, nun müsste der DHCP Server laufen. Wenn nicht, wird meistens ein Fehler gezeigt, der in der dhcp.conf vorliegt. Wird kein Fehler ausgegeben, der DHCP Server kann aber trotzdem nicht starten, kann es vermutlich daran liegen das ein Semikolon (;) in der dhcp.conf† fehlt. Auch zu Überprüfen wäre ob die richtige Netzwerkkarte in /etc/default/dhcp3-server eingetragen ist.

Die hier vor gestellte "dhcp.conf" ist nur ein Beispiel und kann noch erweitert bzw. komplett verändert werden. Eine Erweiterung wäre z.B. das feste zuordnen einer IP-Adresse, zu eine MAC-Adresse bzw. eben einem Computer:

host Beispielrechner
{
hardware ethernet 03:AB:2D:00:45:AC;
fixed-address 192.168.2.55;
}